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▪ Station 7 von 7
Sieben Stationen, an denen Sie Leute verlieren
Die sechs Seiten davor behandeln jede Station für sich. In der Praxis hängen sie aneinander. Ein Bewerber, der bei Station 1 nicht ankommt, sieht Station 5 nie, und die beste Stellenanzeige rettet keinen Prozess, in dem zwei Wochen niemand antwortet.
Der Weg, den ein Bewerber nimmt
- Jobtitel
- Anzeige
- Sichtbarkeit
- Klick
- Karriereseite
- Bewerbung
- Rückmeldung
An jeder Station bricht ein Teil weg. Sie sehen davon nur das Ergebnis am Ende: wenige Bewerbungen, oder viele unpassende. Beides sagt Ihnen nicht, wo es passiert ist.
Deshalb führt die übliche Reaktion selten weiter. Wenn zu wenig kommt, wird meistens am Text gearbeitet oder ein weiteres Portal gebucht. Beides hilft nur, wenn die Ursache dort liegt. Liegt sie im Formular, ändert mehr Reichweite nichts, außer dass mehr Leute an derselben Stelle abbrechen.
Der Selbstversuch
Es gibt eine Prüfung, die alle sieben Stationen auf einmal abdeckt und die Sie heute machen können.
Bewerben Sie sich bei Ihrem eigenen Unternehmen. Mit dem Handy.
- Suchen Sie die Stelle so, wie ein Fremder sie suchen würde. Nicht über Ihre eigene Website, nicht über den Firmennamen.
- Öffnen Sie die Anzeige.
- Gehen Sie auf die Karriereseite.
- Füllen Sie die Bewerbung aus, bis zum Absenden.
- Notieren Sie an jeder Stelle, an der Sie stocken, warum Sie stocken.
Nicht aus Sicht der Personalabteilung. Aus Sicht von jemandem, der Ihr Unternehmen nicht kennt und gerade entscheidet, ob es seine Zeit wert ist.
Der Test dauert zwanzig Minuten und liefert in der Regel mehr als eine Textüberarbeitung. Noch aufschlussreicher wird er, wenn Sie danach jemanden dasselbe machen lassen, der Ihr Unternehmen wirklich nicht kennt. Intern weiß man, wo Informationen stehen und wie bestimmte Formulierungen gemeint sind. Von außen fällt sofort auf, wo der Weg zwar funktioniert, aber unnötig anstrengend ist.
Was vor dem ersten Satz geklärt sein sollte
Die Qualität der Bewerbungen entscheidet sich nicht beim Schreiben, sondern im Gespräch mit dem Fachbereich davor. Fünf Fragen, die selten gestellt werden:
- Warum gibt es die Stelle? Neu geschaffen, Nachfolge, Wachstum? Das gehört in die Anzeige und macht sie glaubwürdiger als jede Selbstbeschreibung.
- Wie tickt die Abteilung? Nicht nur, welche Fähigkeiten gebraucht werden, sondern wie dort gearbeitet wird.
- Wie nennen die Leute den Job? Die Sprache der Zielgruppe kommt von denen, die den Job schon machen, nicht aus dem Stellenplan.
- Was machen die anderen? Drei bis zehn Wettbewerbsanzeigen ansehen: Welche Jobtitel, welche Anforderungen, welche Benefits, welches Gehalt. Das dauert eine Stunde und verändert die eigene Anzeige mehr als jede Formulierungshilfe.
- Wofür wollen wir gefunden werden? Welche Berufe, welche Region, welche Zielgruppe. Die meisten haben das im Kopf. Was nicht aufgeschrieben ist, wird nicht umgesetzt.
So viele Bewerbungen kommen im Schnitt auf eine ausgeschriebene Stelle. Die nützlichere Zahl ist Ihre eigene: Wie viele bekommen Sie, und wie viele davon passen? Wenn die erste Zahl niedrig ist, liegt das Problem vor dem Klick. Wenn die zweite niedrig ist, liegt es im Text.
Und danach weiter schauen
Eine Anzeige ist mit der Schaltung nicht fertig. Wenn nach zwei Wochen die falschen Leute kommen, sagt das etwas über den Text, und dann kann man ihn ändern. Wenn gar niemand kommt, sagt das etwas über Titel oder Sichtbarkeit.
Fragen Sie außerdem die Leute, die sich beworben haben, wie sie die Position verstanden haben. Die Antworten sind oft überraschend und immer nützlicher als eine weitere Runde interner Abstimmung.
Die sieben Stationen im Überblick
Wenn Sie es nicht selbst machen wollen
Der Kurz-Check geht zehn Aussagen mit Ihnen durch und sagt Ihnen, an welcher Station es bei Ihnen klemmt. Kostenlos, ohne Anmeldung, und ich bekomme Ihre Anzeige dabei nicht zu sehen.